Erdaushub entsorgen: Kosten und Container
Beim Bau eines Pools, einer Garage oder einer Terrasse bleibt Erde übrig, und zwar mehr, als man erwartet. Erdaushub ist schwer, und das Gewicht bestimmt den Preis. Dazu kommt die Frage, wie belastet der Boden ist. Hier die wichtigsten Punkte, bevor Sie einen Container bestellen.
Erde ist schwer, und das entscheidet alles
Gewachsener Boden wiegt etwa 1,5 bis 1,8 Tonnen pro Kubikmeter, für Schätzungen rechnet man meist mit 1,6. Feuchter Lehm ist schwerer als trockener Sand. Ein Beispiel: Rechnerisch bringt ein voller 5-m³-Container Erde rund 8 Tonnen auf die Waage. Deshalb rät man bei Erdaushub zu kleinen bis mittleren Containern und lässt sich vom Entsorger beraten, damit das Gewicht passt. Mehr zur Größenwahl: Welche Containergröße brauche ich?
Belastungsklassen: Z0 bis Z3
Der Preis hängt davon ab, wie sauber der Boden ist. Als Deponiegebühren werden für die Annahme (ohne Transport) etwa genannt:
| Klasse | Bedeutung | Gebühr pro Tonne (Richtwert) |
|---|---|---|
| Z0 | Unbelastet | 5 bis 15 € |
| Z1 | Leicht belastet | 15 bis 35 € |
| Z2 | Belastet | 40 bis 80 € |
| Z3 | Stark belastet | 100 bis über 200 € |
Manche Wertstoffhöfe verlangen auch für sauberen Boden Gebühren, in Hessen und Baden-Württemberg wurden 16 bis über 50 Euro pro Tonne genannt. Andere Deponien nennen Beispiele von 8 bis 15 Euro pro Tonne. Die Spanne ist riesig, ein Anruf lohnt sich.
Brauche ich eine Bodenanalyse?
Bei kleinen Mengen unbelasteten Gartenbodens meist nicht. Bei Verdacht auf Verunreinigungen, etwa durch frühere Heizölschäden oder Altlasten, verlangt die Deponie eine Deklarationsanalyse. Rechnen Sie dafür mit etwa 150 Euro. Fragen Sie vorab beim Entsorger, ob für Ihre Fläche eine Analyse nötig ist.
Was kostet die Entsorgung im Container?
Containerdienste bieten Pauschalen für Erdaushub an, inklusive Lieferung, Abholung und Entsorgung. Richtwerte:
- 1,5 m³: ab etwa 160 Euro (kommunale Entsorger)
- 3 m³: etwa 220 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer
- 5 m³: etwa 260 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer
- 7 m³: im Schnitt rund 430 Euro, Spanne etwa 380 bis 860 Euro
Kommt der Aushub vom Bagger, kommen weitere Kosten dazu: Bagger inklusive Fahrer etwa 65 bis 180 Euro pro Stunde, Aushub inklusive Verladen etwa 15 bis 80 Euro pro Kubikmeter, Transport zur Deponie etwa 10 bis 30 Euro pro Tonne.
So sparen Sie bei Erdaushub
- Mutterboden getrennt abtragen. Die obersten 20 bis 30 cm lassen sich oft kostenlos oder günstig abgeben, etwa an Bauhöfe, Gartenbaubetriebe oder über Kleinanzeigen.
- Boden auf dem Grundstück lassen. Für Hochbeete, Geländemodellierung oder einen Wall. Das spart Transport und Entsorgung komplett.
- Kleine Mengen selbst fahren. Bis etwa 2 m³ lohnt sich oft der Anhänger zum Wertstoffhof, ab 3 bis 5 m³ ist ein Container meist günstiger.
- Nicht mit Bauschutt mischen. Erde mit Ziegel- und Betonresten wird teurer. Trennen Sie schon beim Aushub.
- Angebote vergleichen. Transport- und Maschinenpreise schwanken regional stark.
Häufige Fragen
Was wiegt ein Kubikmeter Erdaushub?
Gewachsener Boden wiegt etwa 1,5 bis 1,8 Tonnen pro Kubikmeter, für Schätzungen wird meist 1,6 Tonnen angesetzt.
Was kostet es, Erdaushub zu entsorgen?
Containerpauschalen starten bei etwa 160 bis 260 Euro für 1,5 bis 5 m³. Zusätzlich fallen je nach Fall Bagger- und Transportkosten an.
Was bedeuten Z0, Z1, Z2 und Z3?
Es sind Belastungsklassen für Boden. Z0 ist unbelastet, Z1 leicht, Z2 belastet, Z3 stark belastet. Je höher die Klasse, desto teurer die Entsorgung.
Wann brauche ich eine Bodenanalyse?
Bei Verdacht auf Schadstoffe oder auf Verlangen der Annahmestelle. Bei kleinen Mengen sauberem Gartenboden oft nicht. Eine Deklarationsanalyse kostet etwa 150 Euro.
Gehört Mutterboden zum Erdaushub?
Er wird meist getrennt behandelt. Er lässt sich oft kostenlos oder günstig weitergeben, etwa an Bauhöfe oder Gartenbaubetriebe.
Containerdienst in Ihrer Region finden