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Holz entsorgen: Altholz A1 bis A4 erklärt

Aktualisiert am 25.10.2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten

Holz ist nicht gleich Holz. Für die Entsorgung zählt, wie das Holz behandelt wurde, denn davon hängt die Kategorie und damit der Preis ab. Wer die vier Altholz-Klassen kennt, sortiert richtig, spart Geld und vermeidet Ärger mit dem Entsorger.

Die vier Altholz-Kategorien

KategorieBeschreibungBeispiele
A INaturbelassen, nur mechanisch bearbeitetObstkisten, unbehandelte Paletten, Vollholzspäne
A IIGestrichen, lackiert, geleimt oder beschichtet, ohne halogenorganische Verbindungen und HolzschutzmittelMöbel ohne PVC-Lack, Türen, Dielen, Deckenpaneele
A IIIMit halogenorganischen Verbindungen behandelt, etwa in LackenMöbel mit PVC-Lackierung, Parkett, Holzspielzeug
A IVMit Holzschutzmitteln behandelt, meist im AußenbereichFensterrahmen, Terrassendielen, Zäune, imprägnierte Gartenmöbel

Sonderfall PCB: Holz, das mit PCB belastet ist, etwa Schallschutz- und Dämmplatten in Altbauten, gehört nicht zu A IV und braucht einen eigenen Entsorgungsweg. Bei Verdacht können Untersuchungen nötig sein.

Die Faustregel bei Unsicherheit

Lässt sich Holz nicht eindeutig zuordnen, wird die nächsthöhere Kategorie gewählt. Das schützt die Verwertung, kostet Sie aber mehr. Deshalb lohnt sich das genaue Sortieren: Je höher die Kategorie, desto teurer wird die Abgabe. Entfernen Sie Störstoffe wie Metall, Glas oder Dämmung vorher.

Was kostet die Entsorgung?

Die Gebühren legt jeder Entsorger selbst fest. Drei Beispiele aus Wertstoffhöfen zeigen die Bandbreite:

BeispielA IA II / A IIIA IV
Landkreis Dithmarschen75 €/t120 €/t140 €/t
Landkreis Weilheim-SchongauAltholz allgemein 85 €/t oder 10 € bei unter 100 kg
Kiel23,20 €/m³ (A I bis A III)72,50 €/m³

Die Beispiele zeigen vor allem eins: belastetes Holz kostet ein Vielfaches. Fragen Sie bei Ihrem Wertstoffhof nach den aktuellen Gebühren.

Wohin mit welchem Holz?

  • Möbel (Schränke, Betten): Sperrmüll. In vielen Gemeinden gibt es dafür mehrmals im Jahr eine kostenlose Abholung.
  • Kleine Mengen unbelastetes Holz: Wertstoffhof. Gebühr nach Menge und Kategorie.
  • Minimale Mengen unbehandelt: Restmüll.
  • Gut erhaltene Stücke: Verkaufen, verschenken oder spenden.
  • Große Mengen: Container.

Wann lohnt ein Container?

Ein Container lohnt sich bei größeren Mengen, etwa bei einem Dachstuhl, einer Zaunanlage oder einer Terrasse. Wichtig: Container sind sortenrein zu befüllen. Wer unterschiedliche Kategorien hat, braucht gegebenenfalls mehrere Behälter. Wird unbehandeltes Holz im Baumischabfall entsorgt, ist das zulässig (Baumischabfall), aber teurer als eine sortenreine Altholz-Abgabe.

Mein Rat: Fragen Sie den Containerdienst nach einem Altholz-Container mit der passenden Kategorie. Das ist bei größeren Holzmengen fast immer günstiger als Mischabfall.

Häufige Fragen

Was bedeutet Altholz A1, A2, A3 und A4?

Es sind vier Kategorien nach der Altholzverordnung: A I naturbelassen, A II lackiert oder geleimt ohne Schadstoffe, A III mit halogenorganischen Verbindungen behandelt, A IV mit Holzschutzmitteln behandelt.

In welche Kategorie gehören Terrassendielen und Zäune?

Meist A IV, wenn sie imprägniert oder mit Holzschutzmitteln behandelt sind. Unbehandeltes Holz kann A I sein.

Was passiert, wenn ich die Kategorie nicht kenne?

Dann wird in der Regel die nächsthöhere gewählt. Das ist teurer, schützt aber die Verwertung.

Darf ich Altholz im normalen Restmüll entsorgen?

Nur minimale Mengen unbelasteten Holzes. Größere Mengen gehören zum Wertstoffhof, in den Sperrmüll oder in einen Container.

Was kostet Altholz am Wertstoffhof?

Je nach Region etwa 75 bis 140 Euro pro Tonne, belastetes Holz deutlich teurer. Kleinmengen kosten oft nur wenige Euro.

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Quellen: sanier.de und regionale Gebührenordnungen von Entsorgern (Abruf Oktober 2026). Preisbeispiele sind regionale Beispiele, keine bundesweiten Preise. Alle Angaben ohne Gewähr, Preise und Regeln unterscheiden sich je nach Region und Anbieter.