Absetzcontainer, Abrollcontainer und Mulde: Unterschiede
Am Telefon fällt schnell "Mulde", "Absetzer" oder "Abroller", und viele Kunden wissen nicht genau, was sie bestellen. Dabei lohnt sich die Frage, denn die Bauart entscheidet darüber, ob das Fahrzeug überhaupt an Ihren Stellplatz kommt. Hier die Unterschiede ohne Fachchinesisch.
Die Kurzfassung
- Mulde oder Absetzcontainer: der klassische Behälter für Privatprojekte, meist 3 bis 10 m³. Der Lkw hebt ihn komplett vom Boden an und setzt ihn ab.
- Abrollcontainer: das große Format für Baustellen und Gewerbe, bis etwa 40 m³. Er rollt über eine Rampe auf den Lkw.
Die Begriffe "Mulde" und "Absetzcontainer" meinen im Alltag meist dasselbe.
Absetzer und Abroller im Vergleich
| Absetzcontainer / Mulde | Abrollcontainer | |
|---|---|---|
| Volumen | ab 1 m³, üblich 3, 5, 7 und 10 m³ | 7, 10, 20, 30 bis 40 m³ |
| Fahrzeug | Absetzkipper mit zwei Absetzarmen | Abrollkipper bzw. Wechselladerfahrzeug |
| So wird er abgesetzt | Wird angehoben und abgesetzt, lässt sich beim Absetzen drehen | Rollt über eine Rampe auf den Boden |
| Platzbedarf | Gering, flexibel, auch für enge Lagen | Deutlich höher zum Rangieren und Abholen |
| Untergrund | Kann auch auf unbefestigten Flächen stehen | Braucht tragfähigen Boden |
| Gut für | Renovierung, Gartenumbau, Entrümpelung | Große Baustellen, Abriss, Gewerbe |
Die Muldenformen: A, S und SD
Absetzmulden sind genormt (DIN 30720). Drei Formen begegnen Ihnen:
- Form A: asymmetrisch und offen, wird von einer Seite beladen. Üblich sind 5,5, 7, 10 und 15 m³. Praktisch, wenn Sie mit der Schubkarre arbeiten.
- Form S: symmetrisch und offen, etwa 5, 7,5, 10 oder 20 m³.
- Form SD (Stadtmulde): symmetrisch mit Deckel, etwa 5,5, 7 oder 10 m³. Sinnvoll in der Stadt, wenn Sie nicht möchten, dass fremde Hände etwas hineinwerfen.
Als Standardgröße gilt 7 m³. Daneben gibt es Minimulden ab etwa 1 m³ für kleine Mengen.
Platzbedarf und Zufahrt
Beide Fahrzeugtypen brauchen eine befestigte Zufahrt. Als Anhaltspunkt aus Datenblättern von Entsorgern: etwa 3,50 m Durchfahrtsbreite und rund 4 m Durchfahrtshöhe. Abroller brauchen zum Absetzen und Abholen deutlich mehr Fläche. Wenn Ihr Stellplatz eng ist, ist der Absetzcontainer die sichere Wahl. Mehr zum Stellplatz: Container auf dem eigenen Grundstück.
Was sollten Sie bestellen?
- Privatprojekt bis 10 m³: Absetzcontainer oder Mulde.
- Enger Hof, Innenstadt, unbefestigte Fläche: Absetzcontainer, notfalls mit Deckel.
- Großer Abriss oder Kernsanierung mit viel Abfall: Abrollcontainer, wenn Platz und Boden es zulassen.
- Unsicher? Beschreiben Sie dem Containerdienst Ihren Stellplatz und lassen Sie ihn die Bauart festlegen. Gute Anbieter fragen danach selbst.
Welche Größe zu welchem Material passt, steht im Ratgeber Welche Containergröße brauche ich?
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mulde und Container?
Im Alltag werden die Begriffe oft gleich verwendet. Mit Mulde ist meist der Absetzcontainer gemeint, also der Behälter, der vom Lkw angehoben und abgesetzt wird.
Wie groß sind Abrollcontainer?
Abrollcontainer gibt es etwa mit 7, 10, 20, 30 und bis zu 40 m³. Sie eignen sich für große Baustellen und Gewerbe.
Kann ein Absetzcontainer auf unbefestigtem Boden stehen?
Ja, Absetzcontainer kommen auch auf unbefestigten Flächen zurecht. Abrollcontainer brauchen dagegen tragfähigen Untergrund.
Was bedeutet Form A bei Mulden?
Form A ist eine asymmetrische, offene Mulde, die von einer Seite beladen wird. Üblich sind 5,5 bis 15 m³.
Welche Bauart brauche ich für eine Renovierung?
Fast immer einen Absetzcontainer mit 3 bis 10 m³, je nach Projekt.
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